Das Mozartareal in Würzburg

Würzburgs OB Christian Schuchardt im Interview

Das komplette Videointerview finden Sie am Ende dieses Textes.

stadtrat.TV: Herr Oberbürgermeister, warum gibt es den Bürgerentscheid am 5. Juli?

Christian Schuchardt: “Aus einem ganz simplen Grund. Weil es eine Bürgerinitiative gibt, die sich dafür einsetzt, dass die gesamte Schule so wie sie heute steht und liegt, erhalten bleibt und auf dem Kardinal-Faulhaber-Platz keine Bebauung stattfindet.

Diese Stillstandsposition ist die Position der Bürgerinitiative, die dafür Unterschriften gesammelt hat. Das Ganze hat in ein laufendes Veräußerungsverfahren eingegriffen. Also anders als zum Beispiel bei den “Würzburg Arcaden” [2006 gab es einen Bürgerentscheid über ein Einkaufszentrum am Würzburger Hauptbahnhof, das abgelehnt wurde; d. Red.] wo zunächst ein Modell gestanden hat, wie die Stadt und der Stadtrat sich eine Bebauung vorstellen, wurde hier im Vorgriff bereits eine Radikalposition aufgebaut, nämlich dass alles unverändert bleiben soll.

Gleichzeitig, und das hat der Stadtrat bereits im Frühjahr festgelegt, findet mit dem Termin des Bürgerentscheids auch ein Ratsentscheid statt. Der ist dann links auf dem Stimmzettel, weil wir bereits vorher darüber entschieden hatten. Der [Ratsentscheid] beinhaltet die Position des Stadtrats und das heißt: Neubebauung des Kardinal-Faulhaber-Platzes und der Mozartschule mit der offenen Option, das “Hufeisen” hin zur Hofstraße zu erhalten oder neuzubebauen.

Dies wird dann im Anschluss durch eine Bürgerbefragung bei positivem Ausgang [des Ratsentscheids (Bürgerentscheid 1 links auf dem Stimmzettel); d. Red.] geklärt. Das heißt alle Haushalte der Stadt Würzburg erhalten schriftlich eine Bürgerbefragung. Daran beabsichtigt sich die Mehrheit des Stadtrats bis auf die SPD zu halten.

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