Nullplusultra

Die optionale Wirklichkeit. Eine polymediale Odyssee.

Was in Großstädten wie Berlin und Hamburg schon längst zum kulturellen Alltag gehört, ist nun auch in Würzburg ankommen. Eine Verschmelzung verschiedener Arten von Kunst: Konzert, Tanzveranstaltung, Filmvorführung, Ausstellung. Ein Polymedia-Event.

Am 23. Juli war es soweit und 17 Studenten der Fakultät Gestaltung der FHWS traten mit einem ersten lautstarken Schritt in die Außenwelt, um ein Projekt vorzustellen, an dem sie ein Semester lang gearbeitet haben.

Es sollte ein Populärkulturevent werden, dass es so in Würzburg noch nie gab. Ziel der angehenden Designer ist es, den Kreis derer zu erweitern, die bereits wissen, welche Projekte in der Fakultät Gestaltung am Sanderheinrichsleitenweg in Würzburg Semester für Semester produziert werden.

Die ca. 1.000 Zuschauer und Partygäste in der Würzburger Posthalle wurden mitgenommen auf eine Reise durch verschiedenste Bild- und Tonwelten. Dabei ging der Abend weit über eine normale Filmvorstellung hinaus. Das pure Betrachten wurde aufgelöst. Die Zuschauer sollten Teil einer Idee werden, einer Geschichte, die von einer optionalen Realität erzählt.

Im Raum herrscht Dunkelheit. Auf einmal erscheint ein Funke. Aus der tiefen Schwärze entstehen amorphe, leuchtende Objekte, die sich über mehrere riesige Leinwände schlängeln. Aus den Lautsprechern dröhnen die ersten tiefen Basswellen. Die Zuschauer sind Teil einer Entstehung. Ihr Blickfeld explodiert und sie werden von den Bildern auf eine Odyssee durch neue Universen mitgenommen. Welten entstehen und gehen zugrunde, Licht und Schatten bestimmen den Raum, alles ist strahlend, hell, bunt und konzentriert.

Die Veranstaltung, die die Studenten zusammen mit der Posthalle organisierten, soll einem für Würzburg bisher unbekannten Genre den Weg ebnen. Eine Kulturveranstaltung, die die Grenze auflöst zwischen dem „klassischen Kulturinteressierten“ und dem jugendlichen Clubbesucher.

Die angehenden Designer wollten erfahren, was es bedeutet für die Massen zu konzipieren. Ihr Ziel ist, Gestaltung erlebbar zu machen. Sie wollen das Gefühl vermitteln: Hier passiert was. Würzburg kann noch viel mehr.


Mehr Informationen zum Projekt unter www.nullplusultra.de.



Videomitschnitt (Auszug)